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Konkrete Maßnahmen zur Stärkung von E-Mobilität

Die Förderung von E-Mobilität erfordert ein Bündel von Maßnahmen. Viele dazu erfordern neue oder andere Gesetze oder Vorschriften auf Bundes bzw. Landesebene (z.B. STVO einheitliche Beschilderung, oder Bauordnung). Dafür können die Gemeinden zwar Lobbying betreiben, jedoch nicht unmittelbar umsetzen.

Daher sind hier Maßnahmen aufgelistet die direkt in Gemeinden umgesetzt werden können. Das Ziel der Maßnahmen ist, die Bewohner der Region zu versorgen und den Gemeinden nutzt. Maßnahmen für den Reiseverkehr sind durch die Betreiber des Hochleistungsstraßennetzes voranzutreiben.

Zusammengefasst sind drei grundsätzliche Ansätze abzuleiten:

1.    Es braucht Ladeinfrastruktur mit geringer AC-Ladeleistung auf Langzeitparkplätzen für Pendler und Mieter in Wohnanlagen. Wo der Einsatz intelligenter Steuerungen dafür sorgt, dass die gleichzeitige Belastung nicht überschritten wird.

2.    Einen Betreiber der als Dienstleistung ein einfaches Verrechnungssystem tatsächlich abgegebener Leistung ohne Roamingkosten oder Parkgebühren übernimmt.

3.    Gebündelte Information mittels Übersicht des Zusammenspiels aller betroffenen Gesetze, Vorschriften und Verordnungen für Entscheider und Ausführende sowie Informationsaustausch aller Beteiligten.

Auflistung konkreten Maßnahmen

  • • Realisierung von Ladepunkten bei Wohnanlagen mit kleiner Ladeleistung für das Laden in der Nacht (Ruhephase) an vorhandenen Zählpunkten.
  • • Pendlerparkplätze mit kleiner Ladeleistung und einfacher Verrechnung an den typischen Einstiegsstationen der Kremstalbahn (Rohr, Kremsmünster usw.) oder großen Busterminals (Bad Hall).
  • • Aufbau von überdachten und abschließbaren Fahrrad Abstellplätzen bei den Einstiegsstationen für Pendler (Einstiegsstationen der Kremstalbahn und bei Busstationen für Pendler)
  • • Ein Beratungsangebot für technische Lösungen zur Errichtung von Bewohner- und Pendlerparkplätze.
  • • Schaffung eines Anreizsystems für Ladepunkte mit max. 11KW an Parkplätzen wo Menschen länger bleiben wie bei Freizeiteinrichtungen, Ärzte und Gesundheitszentren und Gastronomie.
  • • Aufbau eines Netzwerks von Partnerfirmen in der Region zur Errichtung der Ladesäulen.
  • • Ein Leitfaden für die Bauämter für geeignet Auflagen an Bauwerber.

Akteurs-Bezug – (von wem werden, können die Maßnahme umgesetzt)

  • • Die Bürgerenergie e.Gen. kann als Dienstleiter für den Betrieb der Ladeinfrastruktur ggf. übernehmen. Im Eigentum von Bewohnern und Nutzer und daher in deren Kontrolle betreibt die Bürgerenergie bereits das Carsharing. Sie hat daher Erfahrung und Ressource für die Verrechnung und Vereinnahmung.
  • • Die Gemeinden sind verpflichtet die Parkraumbewirtschaftung zu betreiben. Eine Evaluierung in nächster Zeit soll die geeigneten Zonen für niederschwellige Ladeinfrastruktur identifizieren. Kriterien dafür sind – Pendlerparkplatz, Langzeitaufenthalt und ev. Anschluss an vorhandene Zählpunkte.
  • • In den Bauämtern soll ein Leitfaden aufliegen für geeignete Auflagen an die Betreiber von Wohnanlagen.
  • • Die Klima- und Energiemodellregion soll eine Austauschplattform einrichten die den Gemeinden ermöglicht Aktivitäten zum Thema der Nachbarn kurzfristig zu erfahren um Doppelungen zu vermeiden.