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Nachhaltige Beschaffung

Nachhaltige Beschaffung bedeutet zum einen, den persönlichen ökolgischen Fußabdruck möglichst gering zu halten und zum andern auch auf soziale Standards (z.B. Fairer Handel, keine Kinderarbeit, menschenwürdige Arbeitsbedingungen, etc.) zu achten. Ziel dieses Unterpunktes ist es, jeden selbst zu einem bewussten Konsum aufzurufen und sich somit selbst herauszufordern. Auch hier wird wieder versucht, die Kommune als Vorreiter wirken zu lassen. Durch geziehlte Informationsveranstalltung werden die Gemeinden (und natürlich auch dessen Einwohner) von nachhaltigen Produkten überzeugt. Wichtig hierfür ist, die Sichtweise zu erweitern. Viele Produkte erscheinen zwar auf den ersten Blick teuer, sind aber eine weitaus wirtschaftlicher und haben um einiges geringer Lebenszykluskosten.

Das beste Beispiel hierfür sind Elektroautos und Passivhäuser.

 

Beispiel Passivhaus

Passivhäuser zeichnen sich durch ihre gute Isolierung und ihre geringen Energiekosten aus. Man spricht von einem Passivhaus, sobal die jährlich eingesetzte Heizenergie weniger als 15 kWh/m² betrifft. Um auf solch niedriege Werte zu kommen, muss man auf den Konfort des manuellen Fenster-Lüften verzichten. Die Luftcirkultion wird im Fall des Passivhaus von einer mechanischen Belüftungsanlage übernommen. Sie kann im Winter mit der "alten" Luft die "neue/frische" Luft aufwärmen und ist somit im Betrieb extrem effizient. In Sanietärbereichen wird offtmals mit Fußbodenheizungen und oder Heizstralern gearbeitet. 

 

GebäudestandEnergieverbrauch /m²Kosten p.a. /m²% gespart
Baujahr bis 1977200 kWh/m²6€0%
Baujahr bis 2002100 kWh/m²3€50%
KfW-Effizienzhaus60 kWh/m²1,8€66%
Passivhaus15 kWh/m²0,45€86%

Gerechnet wurde mit einem internationalen Durchschnitt. Die Altersangabe bezieht sich auf den Baustandart. Es können bessere oder schlechter Ergebnisse durch Sarnierungen oder veraltete Bauweise erziehlt werden. Gerechnet wurde mit einem Erdgaspreis von €o,o3 / kWh.

 

An dem oben gezeigten Beispiel kann man sehr gut erkennen, dass ein Passivhaus wesentlich günstigere Betriebskosten hat, als ein herkömmliches Gebäude. Der Grund warum sich allerdings die meisten abschrecken lassen, sind die erhöhten Anschaffungskosten. Diese sind in der Regel zwar erheblich größer, allerdings sind diese nach spätestens 7 Jahren abbezahlt.  Während das Passivhaus ab diesem Zeitpunkt nur noch günstiger wird, muss man Jahr für Jahr mit steigenden Energiekosten, Netzgebühren kämpfen und einen Defekt im Heizkreis fürchten.

 

Beispiel Elektroauto

Das Elektroauto zeichnet sich vor allem durch seine hohe Effizienz aus. Während Verbrenner nur circa 16% der freigesetzten Energie in Bewegungsenergie umsetztn können, wird der Großteil der Energie eingesetzt um Abgase (36% der eingesetzten Energie) und das Kühlerwasser (33% der eingesetztn Energie) zu erhitzten. Das Elektroauto hingegen ist mit einer Effizienz von 85% nicht nur wesentlich sparsamer, sondern auch in der Produktion günstiger. Zum Vergleich ein Liter Diesel hat den Heizwert von ca. 10 kWh. In Zentraleuropa zahlt man aktuell ca 8 Cent pro kWh. Wenn man dies mit der vorher genannten Effizienz multipliziert, ergibt sich ein klares Bild. Ein Benziener mit 4,4l/100km braucht drei mal so viel Energie wil das Elektroauto (12kWh/100km)